Winterfest 16

Das Winterfest 16 findet vom 24. November 2016 bis 6. Januar 2017 im Volksgarten Salzburg statt.

Das Festivalprogramm wird im Herbst veröffentlicht.


(c) Eva trifft

(c) Eva trifft

(c) Eva trifft

(c) Eva trifft

(c) Eva trifft

(c) Eva trifft

(c) A. Wenger

(c) MOTA

(c) MOTA

Das war
das Winterfest 15

6 Wochen Festival
4 Circuscompagnien
4 Österreichpremieren
33 Spieltage
94 Vorstellungen
3 Circuszelte und 1 Spiegelzelt
30.500 Besucherinnen und Besucher
1 mürrisches Hündchen

Mit dem Schlussapplaus am 6. Jänner ging nicht nur eine Vorstellung zu Ende, auch das Winterfest 15 wurde damit verabschiedet. Schicht für Schicht wird die kleine Zeltstadt nun abgetragen, reisen die Compagnien weiter, kehrt wieder Ruhe in den Volksgarten ein und kann auf eine erfolgreiche Festivalzeit zurückgeblickt werden.

Mit einem „Cirque-Cinéma“ eröffnete der Cirque Le Roux am 25. November 2015 das 15-jährige Jubiläum des Winterfest. Eine ausgereifte Fusion aus Theater, Akrobatik, Slapstick und Tanz erwartete das Publikum Abend für Abend im 600 Sitzplätze umfassenden Theaterzelt. Die mysteriösen wie chaotischen, amüsanten wie tragischen Ereignisse jenes Abends im Herbst 1937 brachten Yannick, Grégory, Philip und Lolita alias Mr. Barick, Bouchon, Mr. Chance und Miss Betty in einem überwältigenden Crescendo auf die Bühne. Zu Musik von George Gershwin, Alexandra Stréliski oder Ennio Morricone wurde geflirtet und verführt, geliebt und gehasst. Nach und nach enthüllten sich die wahren Gesichter der Charaktere, die dunklen Absichten und heimlichen Beziehungsgeflechte. Für Staunen sorgte nicht nur das akrobatische Können der vier Artisten, das schließlich in einem dramatischen Showdown an der Chinese Pole gipfelte. Auch das schwarz-weiße Setting im Stil der 30er Jahre, die Kostüme und schließlich der goldfarbene Schein von etwa zwanzig kunstvollen Hängelampen entzückten und begeisterten.

Immer in Bewegung und gnadenlos miteinander verbunden: »Attached« nannten Magmanus ihre Performance und loteten mit kindlichem Erfindergeist die Grenzen der Schwerkraft aus. Mit innovativer Jonglage, tollkühnen Luftsprüngen und bemerkenswertem Charme wickelten die beiden Artisten ihr Publikum um den Finger und ließen es aktiv an ihrer Show teilhaben. Auch Les Rois Vagabonds, die nach Magmanus die Manege des Circuszelts bespielten, waren auf die Mitwirkung des Publikums angewiesen – nicht nur Instrumente mussten hier gereicht werden, auch der auf einer Insel festsitzende Igor wollte schwimmend an Land befördert und die in der Kiste tobende Julia mit einem Wiegenlied in den Schlaf gesungen werden. Turbulente und ruhige, komische und rührende Momente hatte dieses clownesk-akrobatische Konzert der beiden Vagabunden zu bieten – gekrönt von einem Regen aus roten Rosenblättern.
Eine bezaubernde Kuriosität präsentierten Bêtes de Foire. In ihrem winzig kleinen Zelt ließen Elsa und Laurent mit einer feinsinnigen Performance die Herzen aller Circusliebhaber höher schlagen. Einfache Mittel und recycelte Materialien reichten aus, um die Illusion eines alten Jahrmarktcircus zu erschaffen. Im wahrsten Sinne des Wortes ließ das Duo darin die Puppen tanzen, jonglierte Tischtennisbälle ohne Zuhilfenahme der Hände und versuchte mehr oder minder erfolgreich Hündchen Sokha zu dressieren.

Etwa einhundert Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Vereins MOTA füllten das Circuszelt bei zwei Vorstellungen bis zum letzten Platz und demonstrierten mit Einrädern, Vertikaltüchern und jeder Menge Akrobatik das Talent des Salzburger Circusnachwuchses.

Georg Breinschmid, Rosa Brown, Scheibsta und Edi Jäger – auf der Bühne des Spiegelzelts gaben sich MusikerInnen und KünstlerInnen wieder die Klinke in die Hand und erfüllten mit einem vielfältigen Programm fast jeden Geschmack. In Kooperation mit DAS KINO konnte in den letzten Tagen auch erstmals eine Leinwand aufgestellt und Klassiker der Filmgeschichte gezeigt werden.



© Magdalena Lepka

© Magdalena Lepka

© Clemens Kois

© Magdalena Lepka

© Magdalena Lepka

© Magdalena Lepka