Georg Daxner

Gründer des Winterfest

GEORG DAXNER

Pionier & Visionär – Georg Daxner machte den Salzburger Winter zum Fest.

Vor 20 Jahren war ein zugeschneites Auto das Einzige, das im Salzburger Volksgarten zu sehen war und einen einsamen Radfahrer auf eine Idee brachte, die den Salzburger Winter für immer verändern sollte. Heute steht an dieser Stelle das größte Festival für zeitgenössische Circuskunst im deutschsprachigen Raum. Das Salzburger Winterfest ist die wirklich gewordene Vision eines außergewöhnlichen Mannes, der das Träumen nie aufgegeben hat.

Aufgewachsen in Baden bei Wien, lebte Georg Daxner mit seiner Familie seit 1981 in Salzburg. Als Kulturmanager fing er im Kulturgelände Nonntal an, wo er bald für das Programm verantwortlich war. Als eine seiner ersten Handlungen lud er die Gruppe Cirkustheater Federlos nach Salzburg, der er begeistert als Mitglied in die Schweiz folgte. Die Faszination? Das Nomadische des Cirkus’, das „Aus-dem-Boden-Stampfen“ der Infrastruktur, jedes mal aufs Neue, die ständige Veränderung.

Seine erste Begegnung mit dem Cirque Nouveau hatte er am Donaufestival in Krems mit Que-Cir-Que und er war so begeistert, dass er den zeitgenössischen Circus mit nach Salzburg in den Volksgarten nahm – auf eigenes finanzielles Risiko, mit allen verbundenen Konsequenzen. Doch die Idee zündete und schon bald ist das Festival zu einem festen Bestandteil der Salzburger Kulturszene und des Salzburger Winters geworden.

Am 11. Oktober 2014 verunglückte Georg Daxner bei einer Bergtour am Salzburger Untersberg tödlich.

Georg Daxner hat in seinem Leben viele Rollen eingenommen, eine Konstante in seinem Wirken stellte jedoch immer folgender Grundsatz dar: Kunst zu ermöglichen. Verbunden mit dem Mut zu scheitern.

„Kunst ist nur dann legitim, wenn sie langfristig berührt, wenn sie beglückt, traurig macht oder bestürzt. Denn Kunst ist, was bleibt.“